Ich fange diesen Eintrag an wie ein schlechter Journalist und werfe rückblickend verschiedene Themen in einen Topf, rühre gut durch und schreibe. Leben, Schule und Arbeit laufen super. Geld ist im Übermaß vorhanden. Hinzu kommt das endlich realisierte Band-Projekt, das langsam immer deutlichere Formen annimmt.
Das Thema Borussia ist letzthin etwas vielfältiger. Sportlich konnte die Durststrecke nach dem VersaGEn beendet werden, indem man Leverkusen und Bremen schlug – allerdings auch wertvolle Punkte in Mainz und Berlin ließ. Die Stimmung hatte dabei alles zu bieten – von Bewegungstherapie für taubstumme bis zur absoluten Extase gegen Vizekusen™. Bei mir persönlich hat sich vor allem eines geändert: Ich arbeite mit am BVB-Podcast „Auslaufen„.
Irgendwann im Februar fragte mich Johannes, ob ich nicht mit ihm und Marc einen Podcast zum BVB machen wolle. Wir wollten diskutieren, analysieren und vor allem informieren. Die beiden zeigten mir ihr sehr vorangeschrittenes Konzept und ich konnte nicht ablehnen – viel Arbeit kam eh nicht mehr auf mich zu. Nachdem Daniel uns ein wundervolles Logo gebastelt hat, konnten wir Marco Blumberg von der Fanabteilung des BVB als ersten Gast gewinnen und so war das Ding nach zwei Wochen im Kasten. Idealerweise sind meine beiden Mitstreiter absolute Arbeitstiere, die, ein mal in Bewegung, wirklich alles an das Erreichen des gesetzten Zieles setzen. Außerdem ist vor allem Marc jemand, der nicht lange redet (oder überlegt), sondern einfach anpackt. Das hat die ganze Sache für mich recht einfach gemacht und ich konnte als regulierendes Element wirken, um den Podcast – bisher! – zu einem absoluten Erfolg zu machen. Die Rückmeldungen (puh, Anglizismus umschifft) waren absolut positiv und das Ganze macht einfach Spaß. Wie Marc schon schrieb, gibt es uns einfach die Möglichkeit, Fragen zu stellen die man schon immer mal stellen wollte – auch wenn man sich während der Live-Übertragung des Champions-League-Viertelfinals zwischen United und den Bayern dann nur sehr verhalten über das Traumtor von Robben freuen kann, da man mitten in der Aufzeichnung steckt. Die zweite Folge mit Vorsänger Daniel ist inzwischen auch oben, erste Planungen für die dritte Folge laufen langsam an.
Was aber eigentlicher Grund ist, mir vor meiner morgen bevorstehenden VWL-Klausur noch ein mal ein paar Worte von der Seele zu tippen, lässt sich vermutlich dem Titel entnehmen. Dank des übermäßig vorhandenen Geldes und akuter Langeweile habe ich mit Patrick heute das Neusser Lichtspielhaus aufgesucht um mir Kampf der Titanen in 3D anzusehen. Die Handlung lässt sich damit zusammenfassen, dass die Menschen im antiken Griechenland den Aufstand gegen ihren göttlichen Schöpfer Zeus proben. Die Situation eskaliert, sodass der Unterweltler Hades auf die Erde tritt, um den Menschen Hass und Ehrfurcht einzuflößen – und ganz nebenbei Zeus vom Thron des Olymps zu stoßen. Als er dabei die Familie des Fischerjungen (und zufälligerweise Sohn Zeus’…) Perseus töten, schwört dieser Rache und so weiter. Ich möchte die Handlung hier jetzt nicht so weit ausbreiten (wobei ich allerdings erwähnen muss, dass ich endlich Charon den Fährmann (*whack whack*) gesehen habe, der mich über viele Jahre in der National Wrestling Association (der vermutlich besten deutschen Fantasy-Wrestling-Liga aller Zeiten!) begleitet und belustigt hat, indem er Menschen mit seinem Paddel vermöbelte (*whack whack*)), da sie leider viel zu flach ist und am Ende deutlich zu hektisch vorgetragen wird, obwohl man den Film gern auch noch etwas länger hätte machen können. Das Thema 3D beschäftigt mich dabei jedoch viel mehr.
Da ich Avatar bewusst an mir hatte vorbeiziehen lassen, war dies nun also meine 3D-Filmpremiere (wenn man vom Spongebob 4D-Kino im Movie Park absieht). Nach gemütlicher Anreise hatten wir die Werbung perfekt verpasst und konnten uns direkt den Filmvorschauen widmen, die aufgrund der verteilten Brillen natürlich alle in 3D liefen. Und ich muss sagen, dass mir beispielsweise Für immer Shrek richtig gut gefallen und sehr viel Lust auf den Rest des Abends gemacht hat. Ein Animationsfilm in 3D sieht mit den entsprechenden Szenen oder Effekten wirklich richtig gut aus. So bestand die Filmvorschau auch nur aus Animationsfilmen, die allesamt dreidimensional eine hervorragende Figur machten. Als der Film dann begann, der Titel vor einem wolkigen Himmel schwebte und man wirklich dreidimensional durch Sternenstaub in Universum flog, war ich richtiggehend beeindruckt. Dieser Eindruck verflog dann aber nach ein paar Minuten und wich der Verwunderung. In Dialogen wird die Dreidimensionalität hauptsächlich durch Tiefenunschärfe erzeugt, sodass meist nur das Gesicht des gerade sprechenden Akteurs scharf zu sehen ist. Alles andere wirkt zwar weiter weg, ist aber einfach nur unscharf und nicht zu erkennen. Liebevolle Details, wie man sie in großartigen Filmen zuhauf findet, gehen dadurch vollkommen verloren. Man blickt wie durch Scheuklappen in das Gesicht des Protagonisten, weil die restlichen 85% der Leinwand einfach nur unscharf sind. Das soll jetzt 3D sein? Auch im weiteren Verlauf des Filmes tritt kaum Besserung ein. Die Tiefe ist zwar da, wirkt aber künstlich und nicht realistisch. Und was das Schlimmste ist: der Film selbst bietet keinerlei Szenen oder Effekte, die das 3D-Erlebnis irgendwie erlebenswert machen. Keine Pfeile, die direkt auf den Zuschauer zufliegen, keine beeindruckenden Kampfszenen, die mit der Dreidimensionalität spielt und so den Zuschauer verzaubert. Ich hätte mir den Film gut und gerne für 3,- Euro weniger als normalen Spielfilm ansehen können und hätte bis auf das Intro nichts wirklich gutes verpasst. Und das ist ziemlich schade, hatte ich nach den verschiedenen Vorschauen auf die anderen Filme noch gedacht, 3D wäre die Zukunft des Films.
Ich will nicht sagen, dass ich die 09,- Euro zum Fenster ‘raus geworfen habe (zumal mir das aktuell eh egal ist). Aber irgendwie bleibt am Ende des Abends ein Gefühl, als hätten wir im Derby gerade remis gespielt. Es war nicht so scheiße, dass man sich aufregt oder deprimiert ist – es war aber eben auch nicht so gut, dass man auch nur ansatzweise begeistert ist. Schade, ich hatte mir von diesem 3D-Zeugs wahrlich mehr versprochen.




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